Pulmonale Hypertonie - Eine seltene chronische Erkrankung mit dem Leitsymptom Atemnot

Atemnot durch Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck)

Seit Anfang 2012 ist die HPK Privatklinik für Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie. Da Herz und Lunge untrennbar miteinander verbunden sind, haben wir - neben der Kardiologie - die Pneumologie zu einem weiteren Schwerpunkt unserer Praxis gemacht. Durch diese Verknüpfung können wir noch zielsicherer Diagnosen treffen und die bestehenden Therapiemöglichkeiten optimal nutzen, wie zum Beispiel bei der pulmonalen Hypertonie, einer seltenen chronischen Erkrankung (orphan disease) des Herz-Lungen-Kreislaufs, bei der eine frühzeitige Diagnose entscheidend ist für die Prognose.

Von Symptombeginn bis zur Diagnosestellung können oft viele Jahre vergehen. Grund ist die relativ unspezifische Symptomatik, durch die eine pulmonale Hypertonie lange Zeit unerkannt bleiben kann. Ohne Therapie liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei ca. 3 Jahren ab dem Zeirpunkt der Diagnose.

Wie Herz und Lunge im Organismus eine funktionelle Einheit bilden, verbinden wir in userer Privatklinik unsere langjährige Erfahrung in den Bereichen Kardiologie und Pneumologie. Durch diese Verknüpfung können wir helfen, Erkrankungen des Herz-Lungen-Kreislaufs zielsicherer und vor allem frühzeitig zu diagnostizieren und zu behandeln.

Diagnose

Die Diagnosestellung beinhaltet ein breites Spektrum an invasiven und nicht-invasiven Untersuchungsmethoden:

  • Anamnese und körperliche Untersuchung
  • EKG
  • Echokardiographie mit Lungendruckmessung, ggf. Herz-MRT
  • Spiroergometrie und Lungenfunktionsuntersuchung
  • 6-Minuten Gehtest
  • Radiologische Verfahren: Röntgen-Untersuchung des Thorax, CT-Angiographie, Ventilationsperfusionsszintigraphie
  • Untersuchung auf Biomarker: NT-ProBNP, Troponin T etc.
  • Rechtsherz-Katheter-Untersuchung

Nach umfassender korrekter Abklärung erfolgt die gezielte Therapie, die individuell auf jeden PH-Patienten angepasst wird.

Therapie

Der Verlauf einer pulmonalen Hypertonie ist in der Regel chronisch-progredient und es gibt bislang keine Heilung. Der Fokus der aktuellen Behandlungsmöglichkeiten liegt auf der Stabilisierung des Patienten bezüglich einer gewissen körperlichen Belastbarkeit, um den Alltag zu meistern und dem Erhalt seiner Lebensqualität.

Neben unspezifischen medikamentösen Basistherapeutika und einer Sauerstoff-Langzeittherapie stehen derzeit verschiedene spezifische Wirkstoffe zur Verfügung, die den für die PH ursächlichen Gefäßveränderungen (Vasokonstriktion, Gefäßremodeling und In-situ-Thrombosen) entgegenwirken. Die spezifische medikamentöse Behandlung der PH erfordert die langjährige Erfahrung des Therapeuten. Bei rezidivierenden oder schwerwiegenden Lungenembolien kann der Experte einen operativen Eingriff in Erwägung ziehen.

Wichtige Voraussetzung für eine effektive Behandlung ist und bleibt die frühzeitige Diagnose.

Die Anzeichen einer pulmonalen Hypertonie

Das Krankheitsbild der pulmonalen Hypertonie erfordert in Diagnose und Therapie eine sichere Expertise auf kardiologischer wie auch auf pneumologischer Ebene – eine besondere Herausforderung für den untersuchenden Arzt. Die Symptome sind meist unspezifisch und erschweren so eine zuverlässige und vor allem frühzeitige Diagnose. Zudem können Art und Ausprägung der Symptome stark variieren:
Typischerweise leiden die Patienten unter einer stark eingeschränkten allgemeinen körperlichen Leistungsfähigkeit und Müdigkeit, aber auch unter Kreislaufstörungen, Angina-pectoris-ähnlichen Beschwerden und peripheren Ödemen. Das Leitsymptom der pulmonalen Hypertonie aber ist die Atemnot (Dyspnoe).

Haben Sie Fragen zur pulmonalen Hypertonie oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen? Nutzen Sie unser Kontaktformular oder kontaktieren Sie uns telefonisch!