Betriebliche und spezielle Gesundheitsvorsorge

Akuter Stress (sog. Eustress oder „guter“ Stress) ist wichtig, um Höchstleistungen zu vollbringen. Auf der anderen Seite führt ungesunder Dauerstress (sog. Distress oder „schlechter“ Stress) zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, welches wiederum zu einer permanenten Erhöhung des Blutdruckes sowie erhöhten Werten an Blutzucker und Blutfetten führt .

Wurden früher Rauchen und Übergewicht als konkrete Risikofaktoren für Herzinfarkt und andere kardiovaskuläre Erkrankungen genannt, ist es heute vermehrt der Stress im Berufsleben. Dieser Risikofaktor wird von den Betroffenen oft unterschätzt, da er nicht selten mit Schwäche assoziiert wird.
Die steigenden beruflichen Anforderungen im Zeitalter von Globalisierung und schwankender Wirtschaftslage als Ausgangspunkt für ein zusätzliches Gesundheitsrisiko wird von den Betroffenen selbstmeist nicht oder nur ungenügend wahrgenommen. Viele schätzen ihren Gesundheitszustand trotz exzessiver Arbeitszeiten von oft weit über 40 Wochenstunden hinaus sogar als „gut“ bis „sehr gut“ ein und setzen sich damit einem erhöhten psychosozialen und gesundheitlichen Risiko aus. Laut des Instituts für Arbeits- und Sozialhygiene Stiftung (IAS) ist bereits jede 4. Führungskraft in Deutschland gesundheitlich gefährdet. 92% äußern sich besorgt über arbeitsbedingten Stress, so das Ergebnis einer Befragung der TNS Infratest von 36.000 Führungskräften.

Basis eines erfolgreichen Unternehmens?

Gesunde Mitarbeiter! Mit Stress heißt es, umzugehen lernen. Die anderen kardiovaskulären Risikofaktoren sollten jedoch in einem Manager-Check-Up regelmäßig überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden, um so eine kardiovaskulären Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen und bestenfalls effektiv vorzubeugen. Denn der Ausfall einer Führungskraft durch Burn-out oder eine massive körperliche Erkrankung trifft nicht nur den Betroffenen selbst sondern hat unter Umständen auch entscheidende Konsequenzen für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.