Herzschrittmacher- und Defibrillator (ICD)-Implantation

Implantation von Herzschrittmachern / Kardioverter-Defibrillatoren (ICD)

In der Heidelberger Praxisklinik für Innere Medizin, Kardiologie und Rhythmologie besitzen wir langjährige Erfahrung im Bereich implantierbarer Herzschrittmacher oder Kardioverter-Defibrillatoren (ICD). Neben der klinischen Routineversorgung sind wir seit vielen Jahren an Konzeption und Durchführung innovativer Studien beteiligt, die oftmals weltweit tiefgreifende Einflüsse auf die Art und Weise hatten, wie entsprechende Geräte einzusetzen sind.

Bei einem zu langsamem Herzschlag wird in aller Regel ein Herzschrittmacher  und bei einem Risiko für den plötzlichen Herztod ein Kardioverter-Defibrillator (ICD) eingesetzt).

Die Eingriffe erfolgen unter sterilen Bedingungen in einem eigens dafür zur Verfügung stehenden Operationssaal im Herzkatheterlabor, und werden in unserer Praxisklinik von erfahrenen Kardiologen durchgeführt. Dabei wird hierbei nach steriler Vorbereitung des OP-Gebietes (üblicherweise linke Brustregion) in örtlicher Betäubung ein kleiner Hautschnitt gesetzt, durch den Anschluss an das Venensystem gefunden und entsprechende Sonden zum Herzen vorgebracht werden.

Entwicklung ICD
Größenentwicklung von Medtronic ICDs 1989 bis heute

Mit Einbringung dieser Sonden können die entsprechenden Geräte ihre technische Funktion übernehmen. Sie werden an die Sonden angeschlossen und dann entweder in die Unterhautfettschicht oder unter den Brustmuskel implantiert. Nach dem Wundverschluss ist der Patient sofort wieder mobil, sollte jedoch mit einem Kühlkissen auf der Wunde noch etwas Bettruhe wahren. Schrittmacher werden teilweise ambulant implantiert und Kardioverter-Defibrillatoren im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes.

Anschließend werden gegebenenfalls die Lage der Sonden und der Zustand von Herz und Lunge mittels einer Röntgenuntersuchung geprüft. Die Funktionsprüfung der Geräte erfolgt per Abfrage in der unserer Schrittmacher- und Defibrillatorambulanz, was mittels Induktionsspulen durch die Haut erfolgt und nicht schmerzhaft ist.

Implantation von Systemen zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT)

Moderner CRT-ICD
Moderner CRT-ICD

Die Implantation von Schrittmacher- / Kardioverter-Defibrillator-Systemen zur kardialen Resynchronisations-therapie (CRT) erfolgt im Wesentlichen wie die Implantation der oben beschriebenen Geräte. Hierbei wird zusätzlich eine dritte Sonde an der linken Herzwand positioniert, so dass ein zuvor schwacher und nicht effektiver Herzschlag unterstützt und verstärkt werden kann.

Auch bei der Einführung der kardialen Resynchronisationstherapie sind wir führend und weisen eine entsprechende Erfahrung auf. Diese Behandlungsform ist in den letzten Jahren beträchtlich verbessert worden, so dass immer mehr Patienten davon profitieren können.

Implantation von rein subkuaten liegenden ICD-Systemen

ICD Subkutan
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In jüngster Zeit wurden Kardioverter-Defibrillator (ICD) -Systeme entwickelt, die auf Sonden im Gefäßsystem verzichten können. Vorteil dieser Technologie ist es, dass der Defibrillator keinen direkten Kontakt mit dem Herzen mehr hat. Dies kann z.B. für Patienten nach durchgemachter Endokarditis von Vorteil sein.
Bei anderen Patienten ist gar kein Gefäßzugang für ein herkömmliches ICD-System mit zum Herzen laufenden Sonden zu erreichen, weil alle möglichen venösen Zugänge verschlossen sind. Hier bietet der rein subkutane ICD einen entscheidenden Vorteil. Die Implantation des S-ICD erfolgt an unserer Praxisklinik durch in dieser Technologie besonders erfahrene Kardiologen in örtlicher Betäubung und so besonders schonend.